Veranstaltungsreihe 2020: Wir müssen reden! Haltung zeigen für ein starkes Miteinander

Ein Kooperationsprojekt des Runden Tisches gegen Rassismus Dachau e.V. und des Kreisjugendrings Dachau

Veranstaltungsort: Die Veranstaltungen finden an unterschiedlichen Orten statt. Beachten Sie dazu bitte den jeweiligen Veranstaltungshinweis.

Termine: 24.03., 15.05., 25.06., 29.06. – 17.07., 24.09. und 04.11. – 05.11.2020

Die Teilnahme ist kostenlos! Bei manchen Veranstaltungen ist jedoch eine Anmeldung erforderlich! Beachten Sie dazu bitte den jeweiligen Veranstaltungshinweis.

Es kann sowohl an einer Einzelveranstaltung als auch an der ganzen Reihe teilgenommen werden.

Einlassvorbehalt: Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von den Veranstaltungen ausgeschlossen.

Podiumsgespräch

„Wir müssen reden!“ Streit- und Gesprächskultur in Deutschland – Podiumsgespräch und Debattiertische
– ABGESAGT –

Di, 24.03.2020, ca. 19.00 – 21.00 Uhr
Ort: Kulturschranne Dachau
Pfarrstr. 13, 85221 Dachau

Podiumsgäste:

Inga Bones
Wissenschaftliche Mitarbeiterin Karlsruher Institut für Technologie, Trainerin Forum für Streitkultur

Malcolm Ohanwe
Journalist Bayerischer Rundfunk, Blogger

Schule ohne Rassismus
Netzwerk an Bildungseinrichtungen, die sich aktiv gegen Rassismus einsetzen

„Das wird man wohl noch sagen dürfen!“ Debatten, ob im Netz oder auf der Straße, verlaufen selten sachlich, sondern hochgradig emotional und sind kaum fruchtbar und zielführend. Die Streit- und Gesprächskultur unserer Gesellschaft hat in den letzten Jahren auffällig Schaden genommen. Wir haben ein Problem eine gemeinsame Sprache zu finden. Viele sagen immer etwas in Klammern mit dem Zusatz, dass sie es ja eigentlich gar nicht offen sagen dürften.

Was unterscheidet die digitale von der analogen Öffentlichkeit wenn es um Debattenkultur in Deutschland geht? Muss das Social Web als tabufreie Zone geschimpft werden und wie gehen wir zukünftig um mit offen gelebter Diskriminierung, ungeschöntem Alltagsrassismus und völkischen Parolen? Schweigen wir die Demokratie zu Tode, wenn wir bestimmte Themen aussparen und erst gar nicht darüber reden?

Diese Fragen und noch viele mehr werden im Mittelpunkt des Abends stehen. Anschließend können alle Anwesenden in lockerer Atmosphäre untereinander ins Gespräch kommen.

Hinweis: Keine Anmeldung erforderlich.

Argumentationstraining

Haltung zeigen – menschenverachtenden Positionen widersprechen

Fr, 15.05.2020, Beginn: 19.30 Uhr
Ort: Jugendgästehaus Dachau
Roßwachtstr. 15, 85221 Dachau

Trainerin: Wiebke Eltze

Wiebke Eltze ist Diplom-Politologin mit dem Schwerpunkt politische Erwachsenenbildung, ausgebildete Betzavta-Trainerin sowie Trainerin für Demokratie und Pluralität;

Online-Anmeldung

„Rassistische Aussagen machen mich oft sprachlos.“ „Macht es Sinn, jetzt zu diskutieren – oder habe ich noch andere Handlungsoptionen?“ „Dann gingen mir die Argumente aus…“ Viele Fachkräfte sind in ihren beruflichen Kontexten immer wieder mit schwierigen Positionen konfrontiert. Dies bringt Herausforderungen und Fragen mit sich: Wie kann mit Sprüchen und Provokationen souverän und angemessen umgegangen werden? Wann macht es Sinn, mit dem Gegenüber zu diskutieren – wann nicht? Im Workshop liegt der Fokus auf eigenen Gesprächsstrategien, mit denen diskriminierenden, abwertenden und verletzenden Aussagen begegnet werden kann. Dazu gehört die Klärung der Frage, wann und mit wem ich eine argumentative Auseinandersetzung führen möchten:

Wann und warum möchte ich pauschalisierenden, potentiell verletzenden Inhalten etwas entgegensetzen? Hilfreich ist dabei Wissen darüber, wie recht(spopulistisch)e und rassistische Argumentationstechniken funktionieren und wie wir mit ihnen umgehen können. Ausgehend von den Situationen und Rollen, in denen sich die Teilnehmenden selbst befinden, werden an Beispielen mögliche Gesprächsstrategien in kurzen Übungen erprobt.

Hinweis: Aufgrund der begrenzten Anzahl an Plätzen melden Sie sich bitte bis zum 10. Mai hier an.

Workshop

Schnuppertraining – LOVE-Storm – Gemeinsam gegen Hass im Netz

Do, 25.06.2020, 18.30 – 20.00 Uhr
Ort: Kreisjugendring Dachau,
Mittermayerstr. 22-24, 85221 Dachau

Online-Anmeldung

Hass im Netz ist allgegenwärtig – und er bleibt oft unwidersprochen. Denn „digitale Zivilcourage“ ist keineswegs selbstverständlich, sondern muss trainiert und geübt werden. Zivilcourage ist notwendig, da staatliche Gesetze und Verbote alleine nicht ausreichen, Menschen im Netz wirksam gegen Gewalt zu schützen und Sicherheit zu gewährleisten. Was wir aber tun können: Vorfälle melden, Gegenrede trainieren und klar aufstehen und Position beziehen: „Stopp, hier wird die Menschenwürde verletzt. Für diese „digitale Zivilcourage“ gibt es die Trainings- und Aktionsplattform „LOVE-Storm“. In diesem Workshop und Schnuppertraining legen wir gemeinsam die Grundlagen für Gegenrede und trainieren diese ganz direkt und in Selbsterfahrung – im sicheren und zertifizierten Trainingsraum von LOVE-Storm.

Der Workshop führt ein in die Grundbegriffe und Phänomene von digitaler Gewalt (Hassrede, Cybermobbing, Doxing, usw.), macht Gegenrede direkt anwendbar und bringt den Teilnehmenden zusätzliches Rüstzeug (Strategien, Herangehensweisen). Für den Workshop wird ein digitales Endgerät (Laptop, Tablet mit Tastatur) mit aktuellem Browser benötigt.

Hinweis: Aufgrund der begrenzten Anzahl an Plätzen melden Sie sich bitte bis zum 15. Juni hier an.

Ausstellung

„Das verdächtige Saxophon“ – Entartete Kunst im NS-Staat

Sa 29.06.2020 bis Fr 17.07.2020
Ort: Kleine Altstadt Galerie Dachau
Burgfriedenstr. 3, 85221 Dachau

Als die Nazis 1933 an die Macht kamen, betrachteten sie dies als den Beginn eines politischen wie kulturellen Umsturzes. Dem Pluralismus der Weimarer Republik wollten sie ein Ende bereiten und verfolgten deshalb so unterschiedliche Musiker wie Arnold Schönberg, Ernst Krenek, Kurt Weill und Hanns Eisler, die als “nichtarische” Künstler den Anforderungen der nationalsozialistischen Rassengesetzgebung nicht genügten. Angegriffen wurden aber auch “arische” Musiker, die – wie etwa Paul Hindemith und Alban Berg – engen Umgang mit Juden hatten oder mit einem jüdischen Partner verheiratet waren. Drewes organisierte als Leiter der Musik-Abteilung im Propaganda- Ministerium die ersten “Reichsmusiktage” des neuen Staates, die am 22. Mai 1938, dem 125ten Geburtstag Richard Wagners, in Düsseldorf begannen. Anlässlich dieser Reichsmusiktage eröffnete Ziegler, Generalintendant des Deutschen Nationaltheaters Weimar, die Propaganda-Ausstellung „Entartete Musik“, für die er verantwortlich zeichnete. Als Vorbild diente ihm die Ausstellung “Entartete Kunst” (München 1937).

Vortrag

Hitler gefällt das. Memes in der digitalen Erinnerungskultur – Vortrag und Austausch

Di, 24.09.2020, 18.30 – 21:30 Uhr
Ort: Ludwig-Thoma-Haus, Paula Wimmer Stube,
Augsburger Str. 23, 85221 Dachau

Referent: Andreas Schulz

Andreas Schulz ist Historiker und Fachreferent für Gedenkstättenarbeit an der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg

Online-Anmeldung

Er ist wieder da? Er war nie weg! Auf digitalen Plattformen ist Hitler Kult. Ob als Doppelgänger-Goldfisch im Bunkerglas, beim Feiern mit Diskokugel oder als Projektionsfläche für heutige Politiker – Hitler ist im Netz allgegenwärtig. In tausenden Variationen findet sich sein Konterfei in sogenannten Memes, prägnanten Bildern mit kurzen Kommentartexten, wieder.

Andreas Schulz, Historiker und Fachreferent für Gedenkstättenarbeit an der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, versucht in seinem Vortrag, diesem Phänomen anhand ausgewählter Beispiele auf den Grund zu gehen. Im Zentrum stehen dabei die Fragen: „Was sind Memes und wie kann man sie verstehen?“, Warum liegt der Fokus solcher Memes zur NS-Zeit meist auf Hitler?“ und „Was macht das mit Menschen, wenn der Holocaust zum tagtäglichen, bespaßenden‘ Begleiter im Netz wird?““

Hinweis: Aufgrund der begrenzten Anzahl an Plätzen melden Sie sich bitte hier an.

Rap & Poetry Slam

Spoken Word gegen Rassismus – (Rap &) Poetry (Slam) gegen Rassismus

Di, 04.11.2020 und Mi, 05.11.2020, jeweils 18.00 Uhr
Ort: Freiraum Dachau
Brunngartenstr. 7, 85221 Dachau

Trainer: Achim „Waseem“ Seger

Achim „Waseem“ Seger is DJ bei der KREW, MC bei DSDNG, Poetry Slammer bei i,Slam… und Betriebswirt. Waseem leitet soziale Projekte wie „Work is a human right“, setzt sich mit seiner Kunst für interkulturelle und interreligiöse Feste wie AusARTen ein und organisiert als Monaco Freshprince regelmäßige HipHop Events im Milla Club. Alles in einem, einer für alle(s)!

Online-Anmeldung

Der Rap&Poetry Workshop eröffnet den TeilnehmerInnen einen Zugang zum Verfassen eigener, kreativer Texte. Beim Rap sowie beim Poetry-Slam darf man schreiben, worüber man möchte – wichtig ist nur, dass man sich mit seinen Texten identifizieren und wohlfühlen kann. Der Workshop bereitet TeilnehmerInnen darauf vor, sich selbst und die eigenen Texte einem öffentlichen Publikum zu präsentieren. Ganz nebenbei werden immer wichtiger werdende Softskills geschult wie beispielsweise die freie Rede vor großen Menschenmengen, Phantasie und Selbstbewusstsein. Der Rap&Poetry Workshop vermittelt – abgesehen von Grundwissen über Hip Hop und Poetry-Slams – verschiedene Schreibtechniken und lyrische Stilmittel, die dabei helfen, Texte zu erstellen und sie performativ vorzustellen. Kernthema dabei ist vor allem die aktive Auseinandersetzung mit Rassismus. Auch die Aufarbeitung von eigens erfahrenem Rassismus kann zum Thema gemacht werden. Die Workshops finden am 04 und 05. November statt. Die beiden Termine bauen dabei aufeinander auf. Abschließend gibt es die Möglichkeit die erarbeiteten Werke in lockerer Atmosphäre zu präsentieren.

Hinweis: Aufgrund der begrenzten Anzahl an Plätzen melden Sie sich bitte hier an.

Ein Kooperationsprojekt von

Kreisjugendring Dachau
Mittermayerstr. 22-24, 85221 Dachau

Ansprechpartnerin:
Stefanie Steinbauer
Tel. 08131-35678-20
steinbauer•kjr-dachau,de

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Runder Tisch gegen Rassismus Dachau e.V.
c/o Neufeldstr. 14, 85221 Dachau

Ansprechpartner:
Peter Heller

kontakt•dachau-zeigt-zivilcourage,de

Online-Anmeldung

Die Teilnehmendenzahl für die Workshops ist auf 20 Personen beschränkt, eine Voranmeldung ist erforderlich. Eine frühzeitige Anmeldung ist aufgrund der begrenzten Anzahl an Workshop-Plätzen zu empfehlen.
zur Online-Anmeldung

Der Teilnehmendenbeitrag von 5 Euro wird für die Verpflegung während der Veranstaltung erhoben. Der Unkostenbeitrag wird bei der Veranstaltung entrichtet.

Alle Veranstaltungen finden im Max Mannheimer Studienzentrum, Rosswachstr. 15 in Dachau statt. (Bus 726 vom Bahnhof Dachau, Haltestelle: John-F.-Kennedy-Platz)