Am Samstag, 17. Oktober 2026, war der SV Günding e.V. erneut Schauplatz des inklusiven Sportfests „Platz für Vielfalt“. Bei herbstlichem, in weiten Teilen aber trockenem Wetter war ein umfangreiches Programm auf dem Außengelände und in der Sporthalle geboten. Rund 150 Kinder und Jugendliche mit ihren Familien und Begleitpersonen sowie zahlreiche Ehrenamtliche nutzten das Angebot zwischen 11 und 16 Uhr ausgelassen und neugierig.
Eröffnet wurde das Fest von Martin Burgmair, zweitem Bürgermeister der Gemeinde Bergkirchen, gemeinsam mit Manuel Liebig von der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Dachau und dem Kreisjugendring Dachau. Beide betonten in ihren Worten, wie der Sport verbindet und wie wichtig ein Fest dieser Art gerade in der heutigen Zeit ist: „Es ist normal, verschieden zu sein“, lautete die Botschaft, die über den ganzen Tag hinweg spürbar wurde.
Ein voller Erfolg war die fünfte Auflage vor allem dank der vielen Kooperationspartner, die mit tollen und durchdachten Sportstationen beeindruckten: Ob Rollstuhl-Basketball von den Sitting Bulls e.V., Blasrohrschießen des TFBS München e.V., an der Boulderwand betreut von der Kletterhalle Dachau, beim Blindenfußball des SC Lerchenauer See – Inklusianer vom See, beim Tischtennis der Gemeindejugendarbeit Bergkirchen, beim Hindernisparcours der Wiege oder beim Mitmachstand des VDK Sozialverbands – überall probierten sich Kinder und Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam aus, halfen sich gegenseitig und feierten gemeinsame Erfolge. Gerade die Begegnungen an den Stationen, etwa beim Rollstuhl-Basketball, verschafften vielen einen ganz neuen Blick auf die Herausforderungen, aber auch die Fähigkeiten von Menschen mit Beeinträchtigungen. Aufgelockert wurde der Tag durch Kinderschminken, eine Hüpfburg, das Spielmobil, eine Tanzeinlage der Tanzmäuse und Dancing Devils des SV Günding, ein Bastelangebot der Kunterbunten Inklusion e.V. und ein Trommelangebot. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt.
Besonders schön zu beobachten: Ausprobieren stand im Mittelpunkt, nicht Leistung. Niemand musste können, alle durften machen. Aus dieser entspannten Atmosphäre heraus entstand über den ganzen Tag hinweg ein gelebtes, selbstverständliches Miteinander von Jung und Alt, mit und ohne Beeinträchtigung, ganz gleich, ob jemand zum ersten Mal ein Blasrohr in der Hand hatte oder im Rollstuhl Körbe warf.
Mit rund 150 Kindern und entsprechend vielen Erwachsenen war das Sportfest gut besucht. Es setzt damit auch in diesem Jahr wieder ein wichtiges gesellschaftliches Zeichen für Vielfalt, Teilhabe und gelebte Inklusion im Landkreis Dachau – Barrieren gibt es nicht nur baulich, sondern vor allem in den Köpfen, und genau dort werden sie durch Tage wie diesen abgebaut.
Die Organisatorinnen und Organisatoren – SV Günding, Kreisjugendring Dachau und Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Dachau mit ihren Kooperationspartnern – zeigten sich hocherfreut über den Zuspruch. Fest steht bereits: Das inklusive Sportfest „Platz für Vielfalt“ wird im nächsten Jahr fortgeführt.
Die Veranstaltung wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben! durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.








