Bei der Frühjahrsvollversammlung des Kreisjugendrings Dachau standen neben den formalen Regularien vor allem die Weiterentwicklung zentraler Projekte und wichtige Beschlüsse für die zukünftige Arbeit im Mittelpunkt.
Zu Beginn wurden die Tagesordnung vorgestellt und von den Delegierten beschlossen. Im Anschluss daran gab es einen Überblick über die geplanten Themen der Sitzung. Erfreulich war, dass der der neue Bürgermeister der Gemeinde Karlsfeld, Christian Bieberle, sowie der neue Bürgermeister aus Weichs, Jochen Reiner als Gäste an der Vollversammlung teilnahmen.
Berichte und Informationen
Der Kreisjugendring stellte aktuelle Entwicklungen dar und blickte auf das vergangene Jahr 2025 zurück. Dabei wurde auch darauf hingewiesen, dass der Jahresbericht künftig in digitaler Form erscheinen wird. Anschließend wurden der Jahresabschluss vorgestellt sowie der Revisionsbericht eingebracht. Die Revisor:innen empfahlen die Entlastung des Vorstands, welche im Anschluss beschlossen wurde.
Außerdem wurden die Planungen für das 57. Festival vorgestellt. Für die Youth Stage haben sich dieses Jahr über 200 Jugendbands beworben.
Mij Terzic-Tanaskovic leitete anschließend den Austausch mit den Jugendorganisationen ein. An sechs Stationen wurden die Beschlüsse der BJR-Vollversammlung diskutiert und im Anschluss im Plenum präsentiert.
Nachwahlen im Vorstand
Wie immer mit Spannung erwartet wurde die Nachwahl des Vorstands. Es gab vier Vorstandsposten sowie zwei Revisor:innen zu besetzen.
Für den Vorstand wurde Thomas Pabst von der Jungbauernschaft vorgeschlagen. Er stellte sich der Vollversammlung vor (Vertreter der Jungbauernschaft, Vorstand des Burschenvereins Ampermoching, aktive Jugendarbeit bei der Feuerwehr, 22 Jahre alt) und wurde in den Vorstand gewählt.
Für das Amt eines Revisoren wurde Maximilian Meinzinger vorgeschlagen, der sich im Jugendrotkreuz engagiert, und ebenfalls gewählt.
Die Vollversammlung gratulierte beiden herzlich zur Wahl und freut sich auf die zukünftige Zusammenarbeit.
Anträge
Im weiteren Verlauf der Sitzung wurden zahlreiche Anträge behandelt.
Besonders erfreulich waren dabei die erfolgreichen Anträge im europäischen Förderprogramm Erasmus+. Bewilligt wurden unter anderem Anträge für die Erasmus-Plus-Small-Scale-Partnershipssowie für das Projekt Erasmus+ Peer-Coaches. Diese Förderzusagen stärken die internationale und fachliche Weiterentwicklung der Jugendarbeit und eröffnen neue Möglichkeiten für Austausch, Qualifizierung und Kooperation.
Ein besonderer Schwerpunkt der Versammlung lag auf der Weiterentwicklung des Ganztags. Beschlossen wurde die Weiterentwicklung des Ganztags an beiden Grundschulen in Karlsfeld hin zu einem Kooperativen Ganztag (KoGa). Damit verbindet der Kreisjugendring einen starken qualitativen und quantitativen Entwicklungsschritt. Das vorgestellte Konzept soll die bestehenden Strukturen weiter ausbauen, verlässliche Angebote schaffen und die pädagogische Qualität des Ganztags nachhaltig stärken.
Darüber hinaus wurde das Konzept für den Ganztag an der Mittelschule in Karlsfeld vorgestellt. Dort soll der bestehende Ganztag erweitert werden. Geplant ist die Einführung eines offenen Ganztagsangebots ab der siebten bis zur achten Jahrgangsstufe. Damit sollen zusätzliche Betreuungs- und Bildungsangebote für ältere Schülerinnen und Schüler geschaffen und die bestehende Ganztagsstruktur sinnvoll ergänzt werden.
Auch neue Projekte im Bereich Jugendfreizeit und Beteiligung wurden vorgestellt. Dazu gehörten der aktualisierte Plan für den geplanten Pumptrack sowie ein neuer Plan für einen Skatepark auf dem Gelände neben dem Jugendhaus Karlsfeld. Beide Projekte sollen attraktive Bewegungs- und Begegnungsräume für Kinder und Jugendliche schaffen und die jugendgerechte Infrastruktur vor Ort weiterentwickeln.
Schließlich wurde der Antrag zur Partnerschaft für Demokratiein der Gemeinde Karlsfeld, die seit dem 1. April wieder gestartet ist und bis Ende 2032 laufen soll, vorgestellt. Hier war ein nachträglicher Beschluss erforderlich. Außerdem wurden zwei Anträge für Erasmus-Plus-Kooperationspartnerschaften vorgestellt, die an bestehende Projekte anschließen und die europäische Zusammenarbeit des Kreisjugendrings weiter ausbauen sollen. Eine will digitale Formen des Erinnerns von Kriegs- und Menschenrechtsverbrechen entwickeln. Das andere knüpft an das bestehende European Youth Participation Network mit dem Südtiroler Jugendring und Beteiligung.st an.
Alle Anträge wurden von den Delegierten beraten und schließlich beschlossen und bilden wichtige Grundlagen für die zukünftige Arbeit des Kreisjugendrings.
Haushalt und Entlastung
Der Nachtragshaushalt 2026 wurde ebenfalls beschlossen.
Im Jahresabschluss wurde berichtet, dass erstmals 31.300 € aus den Rücklagen entnommen wurden. Dies ist vor allem auf gestiegene Personalkosten zurückzuführen.
Simon Wetzstein stellte den Revisionsbericht vor. Positiv hervorgehoben wurde unter anderem, dass der Materialverleih inzwischen vollständig bargeldlos erfolgt. Simon Wetzstein wurde anschließend für seine 15-jährige Tätigkeit als Revisor geehrt und erhielt von der Geschäftsführung ein kleines Präsent. Vielen Dank an dieser Stelle für dein Engagement Simon!
Termine
Abschließend wurden einigeTermine bekanntgegeben:
- FünfSieben Festival am 16. Mai 2026
- Hinterhoffest: 02. Juli 2026, 18:00–23:00 Uhr, KJR-Geschäftsstelle
- Fahrsicherheitstraining: 19. September 2026, 10:00–13:00 Uhr, Bereitschaftspolizei Dachau
- Erste-Hilfe-Kurs: 02. Oktober 2026, 13:00–21:00 Uhr
- Herbstvollversammlung: 24. November 2026
Fazit
Die Frühjahrsvollversammlung machte deutlich, dass der Kreisjugendring Dachau sowohl organisatorisch als auch inhaltlich wichtige Schritte für die kommenden Jahre vorbereitet. Mit den Beschlüssen zum Ganztag, den neuen Projektanträgen, den europäischen Kooperationen und den geplanten Freizeitflächen wurden zentrale Weichen für eine starke, vielfältige und zukunftsorientierte Jugendarbeit gestellt.





