Die Quelle allen Glücks liegt in Freundlichkeit und Herzlichkeit gegenüber anderen. Wir alle sind gleich als Menschen. Wir werden auf dieselbe Weise geboren, wir sterben auf dieselbe Weise, und wir alle wünschen uns ein glückliches Leben.
Der Schlüssel zum Glück ist innerer Frieden. Dieser lässt sich nicht kaufen. Innerer Frieden muss von jedem Einzelnen in sich selbst entwickelt werden…
Manchmal wünschte ich, wir wären mehr wie Kinder, die von Natur aus offen und tolerant gegenüber anderen sind…
Ich frage mich oft, was der Sinn des Lebens ist. Ich komme zu dem Schluss, dass es darum geht, glücklich zu sein. Wir haben keine Garantie für die Zukunft, aber wir leben in Hoffnung, und diese Hoffnung hält uns am Leben… Die wahre Quelle des Glücks ist ein Gefühl der Freude, nicht materieller Reichtum. Die sinnliche Freude, die materielle Dinge bieten, ist meist nur von kurzer Dauer. Solche Befriedigung trägt kaum dazu bei, Ängste und Sorgen zu lindern. Geistige Freude hingegen ist von Dauer. (Dalai Lama)
Dies ist mein letzter Blog. Ich blicke zurück auf beinahe drei Jahre Entwicklung, Erfahrung, Glück und Demokratie und unendlich viele Erlebnisse mit den Kindern der inzwischen 3. Klassen der VGS.
Und – einer wunderbaren Zeit mit den besten Kolleginnen der Welt.
DANKE VON HERZEN!
Meine Zukunft wird sich mehr um meine therapeutische Arbeit innerhalb meiner Praxis drehen: www.cantharsis.com. Und die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wird dabei weiter eine Rolle spielen. – Kathrin Feldmann
GLÜCK
So schließe ich fast schon in Eile die letzten Projekte ab.
Zuletzt geht es um Wasser. Unbedingt möchte ich den Kindern noch die Geheimnisse des Wassers nahebringen:
Wasser hat ein Gedächtnis. Alles was um Wasser herum geschieht, wird gleichsam aufgezeichnet. Alles was mit Wasser in Berührung kommt, hinterlässt eine Spur. Wasser ist vielleicht der größte Erinnerungsspeicher, den es gibt, ein „Riesencomputer“.
Noch vor magnetischen und elektrischen Feldern oder Substanzen rührt der stärkste Einfluss auf Wasser von menschlichen Emotionen her. Am bekanntesten dabei sind die Experimente und Wasserkristalle von Dr. Masaru Emoto. Auswirkungen von Gebeten auf Wasser und über das Wasser auf unsere Umgebung mögen heute noch nicht wissenschaftlich messbar sein, aber sie üben nachweislich einen positiven Einfluss auf Menschen und Landschaft aus.
Filmtipp hierzu:
Die geheime Macht des Wassers:
https://youtu.be/tUCtCNfOcYQ?si=Alt7xc3T8tKJVWOY
Die Kinder haben einen etwas kürzeren Beitrag gesehen:
https://youtu.be/9eXaX2mIOvg?si=DGaIx-IIuuydjNlb
Im Anschluss wurden Karten bemalt und mit Liebe, Friede, ich möchte bitte mehr Freunde haben beschriftet, aber häufig auch mit: Bitte lass mich im Fußball immer gewinnen und Ich möchte gute Noten haben.
Die Kinder hielten sich die Karten an den Bauch und spürten, was im Körper geschieht:
Liebe macht ein heißes Gefühl, Friede lässt einen freundlich lächeln und letztere verursachen Bauchweh und der Atem wird flacher, Druck baut sich also auf. So wurden diese beiden letzten Informationen umformuliert in Gelassenheit.
Nachdem die Karten laminiert werden, dürfen sie zu Hause eingesetzt werden: Ein Glas mit Wasser draufgestellt, und nach einiger Zeit getrunken, wird vielleicht anders schmecken als sonst und seine jeweilige Wirkung entfalten…
Schminken und Fußball
Nachdem die Klasse 3B 10 Glitzersteinchen für außerordentlich gute Mitarbeit gesammelt hatte, wünschten die Jungen sich, endlich wieder Fußball in der Pause spielen zu dürfen und die Mädchen eine Schminksession. Wir waren wirklich erstaunt, was die jungen Damen alles über die Kunst des Verschönerns wissen, so haben meine Kollegin und ich noch Einiges gelernt.
Spendenprojekt
Sehr glücklich hat uns alle gemacht, dass unser Spendenaufruf von letztem Jahr mit dem Song „Krieger des Lichts“ und dem selbst komponierten Glücks- und Demokratielied eine so hohe Summe erbracht hat: 2415 Euro!!
Die Grundschule in Aleppo konnte damit endlich einen neuen Wassertank installieren, neue Elektrokabel kaufen und legen, Löcher im Haus reparieren und Vieles mehr.
Wir sind ein Team…
… und als Solches werden auch weiterhin während der sehr beliebten „Klassenrat-Sitzungen“ Streitereien, Mobbing und Probleme immer selbstständiger gelöst. Manchmal geht es dabei hoch her, es wird laut und heftig diskutiert, geweint und zuletzt jedoch immer eine Lösung gefunden.
Eine neue Möglichkeit zu einer Annäherung nach einer Auseinandersetzung sind die „langen Blicke“:
Dabei stehen sich zwei Kinder gegenüber und sehen sich eine Minute lang in die Augen. Anschließend wird gesagt, was man beim Anderen wahrgenommen hat. Häufig Traurigkeit und Wut, doch manchmal fangen Beide auch spontan zu lachen an, was sehr befreiend wirkt.
Oft werden auch die drei „Lichthelferinnen“ geholt, wenn es Probleme gibt. Dann dauert es meist nicht lang und die verfeindeten Parteien spielen wieder miteinander.
Glück zu allen Jahreszeiten
Was macht mich glücklich im Frühling, im Sommer, im Herbst, im Winter.
Das größte Glück ist auf jeden Fall der eigene Geburtstag und der von Mutter oder Vater.
DEMOKRATIE
Interviews
Die Kinder haben sich Fragen überlegt, die sie ihren Sitznachbarn gestellt haben.
Später haben wir darüber gesprochen, welche Fragen sie gerne ihren Mitschülern, ihren Freunden und der Familie, aber auch Nachbarn und Menschen, die in der Gemeinde Karlsfeld leben stellen würden.
Daraus stellten wir 3 verschiedenen Fragebögen zusammen:
- Ich und meine Familie
- Mein Ort und meine Gemeinde
- Schule und Miteinander
Fragebögen 1 und 2 wurden mit nach Hause genommen, um Familienmitglieder und Freunde oder Nachbarn zu interviewen, der Rücklauf war eher gering, entweder die Eltern hatten zu viel zu tun oder die Kinder haben sich nicht getraut Nachbarn zu befragen oder hatten schlichtweg Anderes zu tun und keine Lust.
Doch in der Schule gingen alle mit großer Begeisterung und viel Aufregung ans Werk.
In Rollenspielen übten wir ein, wie die Kinder an ein Klassenzimmer anklopfen, sich vorstellen und die Lehrerin fragen, ob sie ein kurzes Interview mit ein paar Kindern durchführen können.
In Dreiergruppen zogen sie dann aufgeregt los, wurden meist freundliche willkommen geheißen, zogen sich mit den ausgewählten Schüler*Innen an einen ruhigen Ort zurück und begannen mit den Interviews.
Später wurde es teilweise chaotisch, die angesteuerten Klassen waren nicht auffindbar oder wollten nicht gestört werden, so dass zuletzt auch in der Pause begeistert weiter interviewt wurde.
Das Ergebnis waren etwa 40 ausgefüllte Fragebögen, zusätzlich etwa 20 Weitere von Zuhause und Gemeinde.
Wieder in kleinen Gruppen wurden dann die jeweils besten Antworten in einem neuen Bogen zusammengefasst. Sehr konzentriert und engagiert verglichen die Kinder Antworten und entschieden demokratisch, welche das Rennen macht.
Das Ergebnis ist eine kleine Ausstellung, die in der Aula zu bewundern ist. Weitere leere Fragebögen sind zum Mitnehmen und Ausfüllen gedacht.
Damit übergebe ich meine beiden Klassen nun meiner neuen Kollegin Pauline Seelige, die ganz gewiss eine wunderbare Arbeit leisten wird – die Kinder, und auch wir Kolleginnen, sind jedenfalls jetzt schon begeistert von ihr. Und natürlich wird Frau Stajkovic weiter dabei sein.
So schließe ich meinen letzten Blog mit ein paar Fragen, die ich mir auch immer wieder stelle und wünschen Ihnen allen ALLES GUTE FÜR IHRE ZUKUNFT und vor allem VIEL GLÜCK!!
Fragen zum Nachdenken
Ich bin mir selbst gegeben – und keinem anderen.
Spürst du die Freiheit, zu der dich dieser Satz herauslocken will?
Ist das, was du jetzt tust und erlebst, das was du wirklich willst?
Ist das, woran du jetzt leidest, das, woran du leiden musst?
Ist das, wonach du dich sehnst, das, was tatsächlich unerfüllt bleiben muss?
Zwei Fragen an Gestresste:
Die eine: Wovor läufst du weg?
Die andere: Wohin will dein Herz?
Ahne ich, wer ich sein könnte?
Was wäre, wenn ich…
freier wäre?
mutiger wäre? …
Liebst du dein Leben?
Liebst du es nur, wenn du bekommst, was du dir vorgestellt hast?
Wie das wohl wäre, wenn wir mehr als bisher das Leben kommen ließen,
wie es kommt, es annähmen, wie es sich zeigt, es bejahten, wie es ist?
Worauf sehe ich?
Mehr auf das, was ich habe, oder auf das, was ich nicht habe?
Mehr auf das, was sich mir anbietet, oder auf das, wonach ich mich sehne?
Mehr auf das Eis oder mehr auf die Blumen, die darunter wachsen?
Ich kann selbst auf mein Leben einwirken – kann ich das?
(Prof. Dr. Uwe Böschemeyer – Europäische Akademie für Wertorientierte Persönlichkeitsbildung Salzburg)















