Demokratie lebt vom Engagement!

Die Partnerschaft für Demokratie will Demokratie fördern und ein diskriminierungsfreies Miteinander stärken. Ein friedliches Zusammenleben in pluraler Vielfalt bei gegenseitiger Anerkennung von Meinungsverschiedenheiten und anderer Unterschiede ist unser Ziel. Für die Rolle, die ein Mensch in der Gesellschaft spielt, kommt es nicht darauf an, wo er herkommt oder welcher Kategorie bzw. Gruppe er zugeordnet wird. Es kommt darauf an, ob er oder sie sich mit Verstand, Herz und Leidenschaft – aber auch mit Respekt vor den Anderen und den demokratischen Grundregeln – für seine Anliegen und die der Mitmenschen einsetzt. Die durch Grundgesetz, Menschenrechte und andere völkerrechtliche Vereinbarungen festgelegten Grundregeln geben dafür den Rahmen vor.

Aktiv für eine tolerante, diskriminierungsfreie und integrationsoffene Gesellschaft

Gerade in Zeiten in denen eine Vielzahl an humanitären Katastrophen starke Migrationsbewegungen auslösen und viele Menschen in Deutschland Schutz suchen sind das gemeinsame Eintreten für Menschenrechte, das Erlernen demokratischer Grundregeln des friedlichen Miteinanders sowie die präventive Arbeit gegen Vorurteile und Fremdenhass wichtige gesellschaftliche Aufgaben.

Während Integrationshindernisse, wie Fremdenhass und diskriminierende Ausgrenzung, beseitigt werden müssen, ist „Engagement“ der beste und schnellste Weg zur Integration in die Aufnahmegesellschaft: Wer sich sozial, politisch, ökologisch oder kulturell engagiert, wird auch den Weg in unsere Gesellschaft finden und auch den Leuten, die Sorgen wegen vieler ankommender Schutzsuchender und heimatlos gewordener Menschen haben, ihre Bedenken nehmen können. In diesem Sinne will die Partnerschaft für Demokratie Projekte unterstützen, die heimatsuchenden Menschen Integrationsmöglichkeiten eröffnen und Integrationsbarrieren abbauen.

Über das Bundesprogramm Demokratie leben!

Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit

Angriffe auf Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit sowie Ideologien der Ungleichwertigkeit sind dauerhafte Herausforderungen für die gesamte Gesellschaft. Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus, die Herausforderungen durch Islam- bzw. Muslimfeindlichkeit, Antiziganismus, Ultranationalismus, Homophobie, gewaltbereiter Salafismus bzw. Dschihadismus, linke Militanz und andere Bereiche zeigen die Vielzahl demokratie- und menschenfeindlicher Phänomene. Um ihnen kraftvoll entgegenzutreten, bedarf es gemeinsamer Anstrengungen von Staat und Zivilgesellschaft.

Zahlreiche Initiativen, Vereine und engagierte Bürgerinnen und Bürgern in ganz Deutschland setzen sich tagtäglich für ein vielfältiges, gewaltfreies und demokratisches Miteinander ein. Bei dieser wichtigen Arbeit unterstützt sie das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Es werden besonders Projekte gefördert, die sich in der Demokratieförderung und der Extremismusprävention engagieren.“ (Bundesprogramm Demokratie leben!)

Weiterführende Informationen finden Sie unter www.demokratie-leben.de

Geleitwort von Landrat Stefan Löwl

Ich freue mich, dass sich das Landratsamt Dachau zusammen mit dem Kreisjugendring am Bundesprogramm „Demokratie leben! – Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ beteiligt. Angriffe auf Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit sowie Ideologien der Ungleichwertigkeit von Menschen sind eine dauerhafte Herausforderung für die gesamte Gesellschaft.

Durch die Programmteilnahme stehen vielen Initiativen im Landkreis Gelder zur Verfügung mit denen Maßnahmen und Aktionen der Demokratieförderung und der Extremismusprävention umgesetzt werden können.

Auf diese Weise soll ein dauerhaftes Bündnis für Vielfalt sowie gegen Diskriminierung, Gewalt und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit entstehen. Ziel ist die Stärkung einer lebendigen, vielfältigen demokratischen Zivilgesellschaft im Landkreis Dachau. Es ist wichtig aktiv zu sein, denn schon Molière sagte: „Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.“

Ihr Landrat Stefan Löwl

Warum sich der KJR Dachau in der Partnerschaft engagiert

Der Bayerische Jugendring und seine Gliederungen verfolgen den Zweck „durch Jugendarbeit und Jugendpolitik sich für die Belange aller jungen Menschen in Bayern einzusetzen.“ (§ 2 der Satzung des Bayerischen Jugendrings)

Die Ziele des Bundesprogramms, die Stärkung von Jugendbeteiligung und des politischen Engagements junger Menschen sowie das Entgegentreten gegen jegliche Formen der Ungleichbehandlung, der Diskriminierung und Ausgrenzung, sind zentrale Aufgaben der Jugendringe.